Viele Hunde leiden unbemerkt an einer Herzkrankheit - Ihr Hund auch?


Oktober 2022


Wussten Sie, dass bereits jeder zehnte Hund unbemerkt an einer Herzerkrankung leidet? 

In der Tierarztpraxis wird eine Herzerkrankung meist zufällig während einer Allgemeinuntersuchung anhand eines Herzgeräusches erkannt, da vielen Besitzern erste Symptome nicht bekannt genug sind. Die Gefahr, dass das Herz Ihres Hundes erkrankt, steigt mit zunehmendem Lebensalter, doch einige Hunderassen können bereits in sehr jungen Jahren erkranken und zählen daher zu den Risikohunderassen.

Kennen Sie bereits die wichtigsten Symptome einer Herzerkrankung beim Hund? Wenn nicht, lassen Sie uns gemeinsam diese Lücke füllen.


Herzerkrankungen beim Hund

Auch unsere Vierbeiner können an einer Herzerkrankung leiden, im Gegensatz zu uns Menschen können sie uns nicht mitteilen, wenn sie unter Leistungsabfall oder stechenden Schmerzen in der Brust leiden. So ist es für TierärztInnen äußerst wichtig, mit HundebesitzerInnen zusammenzuarbeiten.
Gesundes Herz – gesunder Körper. Das Herz als Zentralorgan im Körper verbindet den sogenannten Lungen- mit dem Körperkreislauf. Die Hauptaufgabe des Herzens ist es, das Blut beständig durch den Körper zu pumpen, um so alle weiteren Organe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Je nach Größe des Hundes schlägt ein gesundes Herz 70 bis 100 Mal pro Minute. Ist die Funktion des Herzens stark beeinträchtig, liegt eine sogenannte Herzinsuffizienz vor, das Herz ist nicht mehr in der Lage, genügend Blut in den Kreislauf zu pumpen. Bleibt eine Herzerkrankung unbehandelt, so kann dies im schlimmsten Fall zum vorzeitigen Versterben des Hundes führen. Doch in den meisten Fällen ist eine rechtzeitig erkannte Herzerkrankung für die betroffenen Hunde kein Todesurteil, es bedarf lediglich eines angepassten Lebensrhythmus und einer dauerhaften Medikation.

Krankheitsbilder der häufigsten Herzerkrankungen beim Hund

Generell unterscheidet man zwischen angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen. Bei den erworbenen Herzerkrankungen handelt es sich um eine Reihe von Herzerkrankungen, welche erst im Laufe des Lebens auftreten. Dass auch diese Erkrankungen vererbbar sind, kann dennoch nicht ausgeschlossen werden. Außerdem kann auch ein Parasitenbefall mit den so genannten Herz- oder Lungenwürmern, kann zu einer Erkrankung des Herzens führen.



Die drei häufigsten angeborenen Herzerkrankungen beim Hund: 

  • Der persistierende Ductus arteriosus botalli (PDA) -
    hierbei fehlt der natürliche Verschluss der PDA nach der Geburt wodurch sich das sauerstoffarme Blut aus der rechten Herzkammer mit dem sauerstoffreichen Blut aus der Hauptschlagader in der Lungenschlagader vermischt. 
  • die Subaortenstenose/Aortenstenose (SAS) -hierbei kommt es zu einer Verengung der Aortenklappe, was das Ausströmen des Blutes aus der linken Herzkammer des Herzens behindert.


  • die Pulmonalstenose - hierbei handelt es sich um eine Verengung im Bereich der Pulmonalklappe, die Pulmonalklappe ist eine von insgesamt vier Herzklappen. 

Die drei häufigsten erworbenen Herzerkrankungen beim Hund: 

  • die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) - ist eine Erkrankung des Herzmuskels, hierbei erweitert sich das Herz und der Herzschlag wird geschwächt.
  • die Mitralklappen-Insuffizienz - die Mitralklappe ist eine der insgesamt vier Herzklappen. Bei einer Insuffizienz ist diese Klappe "undicht", wodurch das Zurückströmen des Blutes in den Vorhof nicht mehr vollständig verhindert werden kann.



  • der Perikarderguss (Herzbeutelerguss) - hierbei kommt es zu einer Ansammlung von Blut innerhalb des Herzbeutels, der sich beim gesunden Tier nicht mit Blut füllt.


Um herauszufinden, um welche Herzerkrankung es sich bei Ihrem Vierbeiner handelt, ist eine klinische Untersuchung Ihres Hundes durch den*r Tierarzt*in notwendig. Im Anschluss an die Diagnostik kann Ihr Hund mit den zu seiner Herzerkrankung passenden Medikamenten eingestellt werden. 


Zur Unterstützung des Herzens auch unter Belastung:

Hunderassen, die häufig an einer angeborenen Herzerkrankung leiden:


Generell können die oben genannten Erkrankungen bei allen Rassen vorkommen. Bei den hier genannten handelt es sich lediglich um die am häufigsten betroffenen Rassen angeborener Herzerkrankungen. 

  • Deutscher Schäferhund 

  • Neufundländer

  • Bobtail

  • Golden Retriever

  • Rottweiler

  • Terrier

  • Cavalier King Charles Spaniel

  • Malteser

  • Chihuahua

  • Französische Bulldogge

  • Boxer

  • Labrador Retriever

  • Dackel

  • Pudel

Erste Symptome einer möglichen Herzerkrankung beim Hund


Um frühzeitig eine Herzerkrankung bei Ihrem Vierbeiner zu erkennen, finden Sie hier eine Liste mit den wichtigsten Symptomen.
Vor allem bei älteren Hunden wird ein Leistungsabfall, vermehrtes Hecheln oder lange Erholungsphasen meist mit dem Alter in Verbindung gebracht - doch auch hier kann eine Erkrankung des Herzens vorliegen. Oft wird eine Herzerkrankung bei der Allgemeinuntersuchung in der Tierarztpraxis anhand eines vorliegenden Herzgeräusches zufällig erkannt.

Sollten Sie eines oder mehrere der nachfolgend genannten Symptome bei Ihrem Vierbeiner beobachten, kann dies ein Hinweis auf das Vorliegen einer Herzerkrankung darstellen. in diesem Fall ist es ratsam, Ihren*e Haustierarzt*in zu kontaktieren.


  • vermehrtes Ruhebedürfnis

  • Leistungsschwäche

  • verlängerte Erholungsphasen nach den Spaziergängen 

  • vermehrtes Hecheln, Blaufärbung der Zunge

  • Kurzatmigkeit/Atemnot

  • Husten

  • Nächtliche Unruhe

  • Kreislaufkollaps

Behandlungen einer Herzerkrankung


Wie wir nun bereits wissen, gibt es einige Ursachen, welche zu einer Erkrankung des Herzens bei Ihrem Hund führen können. Anfangs ist es wichtig, die Ursache und Lokalisation für die Erkrankung herauszufinden hierzu wird Ihr*e Tierarzt*in Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen oder röntgenologische Untersuchungen einleiten. Mit der Diagnosestellung wird ein spezieller Therapieplan zusammengestellt.

Unbehandelte Herzwurminfektionen können große Blutgefäße verstopfen und dadurch die Funktion des Herzens massiv beeinträchtigen, was bei ausbleibender Behandlung meist zum Tode der betroffenen Tiere führen kann. Herzwürmer sind vor allem in südlichen Ländern wie Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien und Italien verbreitet. Informieren Sie sich vor dem Urlaub bezüglich einer Prophylaxe für Ihren Hund.

Bei den häufigsten Herzerkrankungen handelt es sich um die sogenannten “Klappenerkrankungen” Bei häufig betroffenen Hunderassen treten diese schon sehr früh auf, während es bei den meisten Hunden erst im fortgeschrittenen Alter zu einer Erkrankung kommt. Bei rechtzeitiger Diagnose kann Ihr Hund mit Medikamenten in flüssiger oder Tablettenform, welche regelmäßig verabreicht werden sollten, unterstützt werden. In vielen Fällen handelt es sich um nur ein einziges Medikament, welches täglich verabreicht werden muss - das aber lebenslang.

Eine weitere Erkrankung des Herzens, welche unter anfälligen Hunderassen besonders häufig auftritt, ist die dilatative Kardiomyopathie. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann bei dieser oftmals tödlich verlaufenden Erkrankung in vielen Fällen zu einer annähernd normalen Lebensdauer bei überaus guter Lebensqualität für Ihren Hund führen.

Ihr*er Haustierarzt*in kann mit Ihnen gemeinsam den besten Therapieplan für Ihren Vierbeiner erarbeiten.


Pflanzliche Unterstützung

Zusätzlich zu den oftmals wichtigen schulmedizinischen Medikamenten kann das Herz Ihres Vierbeiners mit pflanzlichen Nahrungsergänzungen unterstützt werden. Besonders bei älteren Hunden kann eine Unterstützung des Herzens vor allem in den Sommermonaten äußerst hilfreich sein. Auch wenn noch keine Herzerkrankung festgestellt wurde, kann die Hitze gerade für ältere Tiere sehr belastend sein. Löwenzahnblätter und Weißdorn besitzen harntreibende Eigenschaften, wodurch sie den Flüssigkeitshaushalt im Körper unterstützen können. Ginseng spendet vor allem alten Hunden Energie und hilft dabei, die Herzfrequenz zu regulieren, es unterstützt eine gesunde Herzfunktion.
Bei einer vorliegenden schweren Herzerkrankung kann ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel nur unterstützen, eine schulmedizinische Behandlung kann dadurch nicht ersetzt werden. Befragen Sie hierzu Ihren*e Haustierarzt*in, dieser*e kennt Ihren Hund am besten. So können Sie gemeinsam die bestmögliche Behandlung für Ihren Vierbeiner ausfindig machen.


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